Prensdorf


 

Bilder: Die Kirche von außen, der Innenraum mit Blick zum Altar und ein Altar-Detail

   
Schlüsselhüter / Kirchenöffnungszeit
   
   April + Okt.: Samst.+ Sonntag von 8-18 Uhr
Mai bis September täglich 8-18 Uhr
Schlüssel bei Eckh. Schliebner, Dorfstr. 15, Tel. 035451/ 17 032

Kirchenführung nach Anmeldung erhältlich bei: Doreen Roy: 035451/17160 (AB)
Ines Kafert: 035451/17026 (AB), Handy: 0152 22335133
Anmeldung auch im Gemeindebüro Dahme: Tel. 035451-476
   

 

Im Kern handelt es sich um einen rechteckigen Feldsteinbau des 14./15. Jahrhunderts mit eingezogenem Westturm. Dieser wurde Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts erneuert und verputzt und die Fenster flachbogig vergrößert. Das Krüppelwalmdach auf dem oberen Turmgeschoß stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

Der Innenraum präsentiert sich mit einer offenen, dreiseitigen Bretterdecke sowie einer Nord- und Westempore. Auf sämtlichen Teilen der hölzernen Ausstattung (Bänke, Emporenbrüstungen und -untersichten sowie der Bretterdecke) befindet sich eine ländlich-barocke, z. T. erneuerte Rankenmalerei. Auch einzelne obere Wandbereiche weisen schön gemalte Girlanden auf.

Der Altaraufsatz (dat. 1697) zeigt die üblichen Gemälde mit Abendmahl, Kreuzigung und Auferstehung. Das Hauptfeld ist flankiert von gedrehten Weinlaubsäulen und Schnitzwangen, in denen sich zwei Engel mit Palmzweig und Kelch bzw. Kreuz befinden.

Die nebenstehenden Schrifttafeln verweisen auf die Einsetzungsworte zum Abendmahl. An die wohl gleichzeitig entstandene schlichte Kanzel schließt sich ein evangelischer Beichtstuhl an. Die Sandsteintaufe (um 1700) zeigt Engelsköpfe auf ihrer sechsseitigen Kuppa. Die Orgel stammt aus den 50er oder 60er Jahren und ist ein Werk der Firma Schuke.

 

Annegret Gehrmann (2011)

 

Quelle:
Georg Dehio: Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Brandenburg; bearbeitet von Gerhard Vinken u. a.; Deutscher Kunstverlag 2000
Jung/ Spatz: Die Kunstdenkmäler der Prov. Brandenburg, Berlin 1917, Band 5, Teil 1: Kreis Luckau