Rosenthal


 

Bilder: Die Kirche von außen, der Altar und der Taufstein

   
Schlüsselhüter / Kirchenöffnungszeit
   
   G. Henkel, Hauptstr. 50, Tel. 035451/ 91 021

E. Woitschätzky-Heider, Rosenthal 42, Tel. 035451/ 89 49 45

Kirchenführung nach Anmeldung erhältlich bei: E. Woitschätzky-Heider, Tel. 035451/ 894945
   

 

Der schön gestaffelte Bruchsteinbau aus Schiff, eingezogenem quadratischen Chor, Apsis und Turm stammt aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Die südlichen Backsteinanbauten sind Zutaten des 19. Jahrhunderts, das Turmoberteil wurde 1993 in Backstein erneuert.

Die meisten Fenster sind barocken Ursprungs, lediglich in Chor und Apsis gibt es noch mehrere kleine Rundbogenfenster (heute z. T. vermauert oder mit modernen Fenstern versehen) und in der Westwand ein kleines Kreisfenster.

Im Inneren ist das Schiff flach gedeckt, über dem Chor befindet sich ein Kreuzgratgewölbe. In der Nordwestecke des Turms wurde wohl um 1500 eine kleine tonnengewölbte Sakristei mit Sakramentsnische und Gewänderhaken eingerichtet. Da hier in der katholischen Zeit ein Tetzelkasten stand, trägt sie noch heute die Bezeichnung „das Katholikenloch“.

Den Namen „Peter und Paul“ trägt die Kirche erst seit Beginn der Reformation in Rosenthal.

Die ehemalige Ausstattung ist leider nicht mehr erhalten. Zu Beginn der 60er Jahre wurde die Kirche von den Bürgern des Ortes vollkommen umgebaut – den Raum prägt nun das mittelbraune Eichenholz von Bänken und Emporen. Der Altaraufsatz mit Abendsmahlsbild und den Schnitzfiguren von Petrus und Paulus wurde aus Teilen des ehemaligen Retabels der Kirche Rosenthal zusammengesetzt und um 1979 restauriert. Die schöne Sandsteintaufe von 1607 zeigt das typische Beschlagwerk der Renaissance mit Engelsköpfchen und biblischen Inschriften.

Die musikalische Begleitung erfolgt durch eine elektrische Orgel, die im Chorraum steht und aus der Kirchgemeinde Dahme stammt. Die heutigen Glocken kamen 1921 aus Bochum.

Außen an der Nordwand befindet sich ein Inschriftgrabstein für den ehemaligen Rosenthaler Pfarrer Johann Klemm (†1730) und seine Ehefrau Magdalena.

 

Annegret Gehrmann (2020)

 

Quellen:
Georg Dehio: Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Brandenburg; bearbeitet von Gerhard Vinken u. a.; Deutscher Kunstverlag 2000
Notizen von Pfrn. Britta Rostalsky, Dahme
Informationen von Ellen Woitschatzky-Heider