Uckro

Der Feldsteinbau - aus einem Schiff bestehend - entstand im ausgehenden 14. und beginnenden 15. Jahrhundert. Ein wesentlicher Umbau erfolgte im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts. Unter anderem wurden die Fenster vergrößert.

In jener Zeit bekam der Westturm einen ins Achteck übergehenden Fachwerkaufsatz mit Schweifhaube und Laterne. Der hölzerne, gefasste Altaraufsatz entstand am Anfang des 18. Jahrhunderts. Er zeigt die Handschriften der Künstler Georg Wolschke aus Calau und Michael Scharben aus Lübben. In der Predella ist ein Bild vom Abendmahl Jesu. Im Aufsatz waren früher die Wappen des Gutspächterehepaares von Canitz (gest. 1699) und von Arnim zu sehen.

Die hölzerne gefasste Kanzel stammt ebenfalls aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Aufgang der Kanzel ist mit einem Predigerstuhl, der durchbrochenes Rankenwerk hat, verbunden.

In der Südwand sind zwei Bleiglasfenster, die sehr farbenfreudig als Motive "Den sinkenden Petrus" und

Schlüssel bei Frau Pundrich,
Dorfstraße 45, Tel. 035454/ 638 oder 221,
telefonische Anmeldung erbeten

"Christus in Gethsemane" zeigen. Die Bleiglasfenster entstanden 1911 und sind ein Geschenk von Margarete von Uckro. Des Weiteren hängt an der Südwand ein hölzernes Kruzifix, das seine Entstehungszeit im 16. Jahrhundert hat.

Die hölzerne, tischförmige und sechseckige Taufe hat einen Achteckfuß. Sie wurde ebenso wie der Orgelprospekt im 18. Jahrhundert gebaut. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1523. 1975 wurden vier Fachwerkteile am Kirchturm erneuert, das Dach neu gedeckt und das Kircheninnere renoviert. Anschließend bekamen Altar, Kanzel, Taufe und Orgelprospekt ihre barocke Farbigkeit zurück. 1995/96 wurde die Außenfassade restauriert und die Turmbekrönung erneuert.

Quelle: Hans-Joachim Beeskow, "Führer durch die evangelischen Kirchen des Kirchenkreises Lübben"
des Kirchenkreises Lübben"